Leuchtturm bei List

Orte auf Sylt

Kampen – Sylt aus dem Bilderbuch

In Kampen findet der Besucher das Sylt wie aus dem Bilderbuch. Die Häuser sind Reetgedeckt, die Restaurants sind exklusiv. Der Strand ist gepflegt und lädt zum Verweilen und Spazieren ein.

Dabei wurde der Ort erst spät touristisch erschlossen. Bis 1900 war der Ort rein landwirtschaftlicher Natur, Unterkünfte waren nicht verfügbar und ein Badeleben war nicht erkennbar. Das änderte sich, als um 1920 herum der Ort zum Geheimtipp avancierte. Künstler und Intellektuelle ließen sich daraufhin nieder und brachten dem Ort einen anziehenden Charme ein. Diesen Cahrme hat Kampen bis heute nicht verloren. Das mag auch an der baulichen Verordnung liegen, die 1912 initiiert wurde und bis heute Gültigkeit hat: Neubauten müssen sich baulich in den Ort einfügen und sind in Klinkerbauweise zu errichten und mit Reetdach zu decken. Die Bauordnung im Wortlaut können Sie hier einsehen.

Leuchtende Heidelandschaft vor den Dünen

Leuchtende Heidelandschaft vor den Dünen

Seit 1927 bildet Kampen eine eigene Gemeinde auf Sylt – zuvor bildete war der Ort mit Wenningstedt und Braderup zur Gemeinde Norddöfer verbunden, da die geringe Einwohnerzahl eine Finanzierung der Infrastruktur anders nicht zuließ. Pläne, die einzelnen Gemeinden zusammenzuschließen und so synergetisch zu wirtschaften, werden bis heute von den einzelnen Gemeinden abgelehnt.

Zur Zeit des zweiten Weltkriegs wurden in unmittelbarer Umgebung von Kampen schwer befestigte Stellungen angelegt – das Regime fürchtete eine Invasion über den Seeweg. Doch glücklicherweise wurde die Insel Sylt von Kampfhandlungen weitestgehend verschont – lediglich kleinere Luftangriffe auf die deutschen Stellungen sind registriert.

Kampen als Geheimtipp für Prominente und Künstler

Ab 1923 zog es Thomas Mann in den Ort Kampen – mit ihm kamen viele deutsche Intellektuelle. Ihr bevorzugtes Quartier war das Haus Kliffende. Dieser Trend verstärkte sich während des Wirtschaftwunders – der Ort galt als Chic. Sommerhäuser und Villen entstanden rund um den alten Ortskern, die bebaute Fläche der Gemeinde Kampen vervielfachte sich in kürzester Zeit. Bis heute sind die Immobilien des Ortes sehr begehrt und erzielen Spitzenpreise. Der Preis dafür ist – wie auf der ganzen Insel Sylt zu beobachten – eine Verdrängung der Bewohner. Dies führt leider dazu, dass Kampen in der kalten Jahreszeit fast wie ausgestorben wirkt. Erst mit dem Frühling kehrt das Leben zurück in den Ort.

Sehenswürdigkeiten in und um Kampen

Rund um Kampen sind einige Sehenswürdigkeiten der Insel Sylt zu entdecken.

In der nördlich von Kampen gelegenen Vogelkoje können heute zahlreiche Wasservögel ungestört brüten und leben. Bis in die 1920er Jahre hinein wurden hier jährlich zehntausende Enten und andere Vögel gefangen und zumeist zu Konserven verarbeitet. Heute steht die Anlage unter Naturschutz und unterrichtet die Besucher mit einem Informationszentrum über die Vielfalt der heimischen Vogelarten.

Westlich des Ortes liegt das rote Kliff, welches im Sonnenuntergang rot zu leuchten scheint. Das Kliff ist durch Erosion gefährdet.

Südwestlich des Ortes ragt die Uwe Düne mehr als 50 Meter empor und ist damit die höchste Erhebung der Insel Sylt. Benannt ist sie nach Uwe Jens Lornsen, der sich um 1800 herum für ein selbstbestimmtes Schleswig-Holstein einsetzte, das damals unter dänischer Verwaltung stand.

Das Wattenmeer ist eine Sehenswürdigkeit für sich – von Kampen aus werden in den Sommermonaten geführte Wattwanderungen angeboten.

In direkter Ortsnähe liegen zudem mehrere steinzeitliche Hünengräber. Sie entziehen sich der Aufmerksamkeit des durchschnittlichen Sylt-Besuchers, denn sie sind nicht beschildert und nicht erschlossen – einige der Grabhügel sind sogar ungeöffnet.

Gleichsam kann der Ort Kampen mit seinen zahlreichen Ateliers namhafter Künstler und Galerien bereits als Sehenswürdigkeit angesehen werden. So wurde 2008 der Kunst- und Kulturpfad eröffnet, der mit 32 Stelen großen Künstlern, Schriftstellern, Verlegern, Musikern und Philosophen gedenkt, die Zwit ihres Lebens eng mit Kampen verbunden waren. Der bekannteste Künstler des Ortes war Siegward Sprotte, dessen Atelier besichtigt werden kann. Weitere klangvolle Namen, denen der geneigte Betrachter beim Durchwandeln des Kulturpfades begegnet, sind Emil Nolde, Axel Springer und Peter Suhrkamp.

Zu sagen bleibt, dass Kampen seinen Charme bewahrt hat. Trotz der vielen mehrheitlich unbewohnten Sommerhäuser verfügt der Ort über Ausstrahlung und Prestige.

Weitere Orte auf Sylt

In Wenningstedt-Braderup trifft ländlicher Charme auf mondänen Reichtum, die millionenschwere Villa grenzt direkt an die Würstchenbude und die Ferienwohnung. Dieser egalisierende Kontrast macht den Reiz des Ortes aus, der auch für Familien gut geeignet ist.

Bei Kampen können Sie weite Spaziergänge durch die Dünenlandschaft unternehmen. Ferienwohnung buchen.

Zwischen Kampen und List können Sie weite Spaziergänge durch die Dünenlandschaft unternehmen.

Morsum liegt an der Bahntrasse auf die Insel Sylt. Morsums friesisches Herz ist ungebrochen, auf langen Bohlenwegen queren Sie das Naturschutzgebiet auf dem Weg zum Meer.

Keitum gilt heute als heimlicher Star der Insel Sylt. Romantische Kapitänshäuser unter jahrhundertealten Kastanien und Ulmen, ruhige Dorfstraßen – wenn Sie romantische Tage in friesischer Idylle suchen, sind Sie hier richtig.

In Hörnum finden sie zahlreiche Badegelegenheiten und direkten Strandzugang. Gleich drei Badestrände sind fußläufig erreichbar. Der Fährhafen von Hörnum bietet zahlreiche Ausflugsfahrten an. Hörnum ist der perfekte Ort für den Badeurlaub im Hochsommer.

Westerland ist mit seinem Bahnhof und den zahlreichen Hotels unumstritten das touristische Zentrum der Insel Sylt. Wenn Sie ein ausschweifendes Nachtleben und zahlreiche Aktivitäten Abseits von Strand und Nordsee suchen, sind Sie in Westerland richtig. Sehr beliebt ist die Sylter Welle, das Erlebnisbad von Westerland. Mit zahlreichen Rutschen, Sauna-Landschaft und Massage-Möglichkeiten findet der Erholungssuchende hier auch außerhalb der Hauptsaison Erholung im Wasser. Auch wenn die zahlreichen Bauten der 60er und 70er Jahre Westerland nicht immer nur verschönert haben – Groß und Klein finden hier angenehme Urlaubswochen zu vernünftigen Preisrelationen. Eine Ferienwohnung finden Sie hier selten in traditionellen Häusern.

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