Mit der Fähre nach Fanø

Für die Reise nach Fanø hat der geneigte Besucher nur eine Möglichkeit: Mit der Fähre ab Esbjerg ist die Insel schnell erreichbar. Ein kurzer Bericht von der Anreise nach Fanø!

Wie komme ich zur Fähre?

Grundsätzlich ist die Insel Fanø auf Besucher eingestellt, die mit dem Auto anreisen. Das gilt auch für Esbjerg und den Fährhafen, der vornehmlich per Auto gut erreichbar ist. Die beste Route führt dabei an Flensburg vorbei und biegt dann nach Westen ab, wobei der Weg über Landstraßen führt – denn eine Autobahn führt nur aus Richtung der dänischen Hauptstadt nach Esbjerg.

Und doch ist die Anreise auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Das ist besonders für Menschen eine Alternative, die bequem und stressfrei nach Fanø reisen möchten – denn die Autobahn in Richtung Dänemark ist zu Ferienzeiten häufig hoffnungslos verstopft. Die Bahnverbindung nach Esbjerg ist nicht per DB-App buchbar, sondern nur über die Webseite der Bahn – schauen Sie dafür auf bahn.de vorbei. Ab Hamburg gelangen Sie mit einem Umstieg in Lunderskov nach Esbjerg, die Fahrt dauert etwa 3,5 Stunden. Wenn alles glatt und ohne Verspätung abläuft, sind Sie damit schneller als mit dem Auto. Vom Bahnhof in Esbjerg müssen Sie allerdings noch per Bus oder Taxi zum Fährhafen reisen. Wir wollten diese Form der Anreise versuchen, hatten jedoch Pech: Sabotage hat den Bahnverkehr in ganz Norddeutschland lahmgelegt und wir mussten kurzfristig auf einen Mietwagen wechseln.

Auch eine Mischform ist möglich. Sie können per Auto anreisen, das Fahrzeug jedoch auf dem Festland zurücklassen: Die Langzeitparkplätze in Esbjerg sind für 7 Tage kostenlos. Sie finden die kostenlosen Parkplätze am Museumsplatz, Nørregade 19. Länger können Sie Ihr Auto gegen Bezahlung bei Europark, Jernbanegade 20 abstellen. Achtung: Der Fußweg von den Parkplätzen zum Fähranleger dauert etwa 20 Minuten.

In der Warteschlange an der Fähre nach Fanø
In der Warteschlange an der Fähre nach Fanø

Fähre: Fahrplan und Preise

Zu den Ferienzeiten herrscht ständiger Hochbetrieb im Fährhafen von Esbjerg: Im Viertelstundentakt legen Fähren an und ab. Denn die Überfahrt nach Fanø dauert eben so 15 Minuten, das Be- und Entladen der Fähre ist eingespielt und dauert nur wenige Minuten. Diese hohe Frequenz bedeutet auch, dass die Wartezeiten zu allen Zeiten moderat sind. Selbst an den intensivsten Reisetagen und zur Mittagszeit sind höchstens eine oder zwei Fähren abzuwarten. Eine Buchung lange im Voraus ist also nicht erforderlich. Der Fährbetrieb läuft in der Regel zwischen 5 Uhr morgens und Mitternacht – nur in der Nebensaison kann der Blick auf den Fahrplan empfehlenswert sein, um bösen Überraschungen vorzubeugen.

Zum Lösen des Tickets, das automatisch auch eine Rückfahrkarte einschließt, können Sie die Webseite der Betreibergesellschaft Fanølinen besuchen oder vor Ort bezahlen. Halten Sie für letzteres eine EC- oder eine Kreditkarte bereit und sortieren Sie sich in die entsprechende Schlange vor der Haltezone ein. Alternativ lassen sich Tickets auch im Hafenbüro lösen – dort finden Sie auch ein Café und Toiletten.

Die Online-Buchung ist allerdings etwas günstiger als der Kauf der Tickets vor Ort: Für 249 Kronen kommen Sie (inkl. Auto und 2 Personen) per Online-Buchung auf die Insel und wieder zurück. Der Preis bei Buchung vor Ort erhöht sich um 30 Kronen auf 279 Kronen. Sparfüchse buchen also trotzdem online. Der Umrechnungskurs beträgt 1:7,5 – 249 Kronen entsprechen also knapp 33 €. Die Überfahrt ohne Auto kostet für 2 Personen nur 98 Kronen. Mehr Details zu den Preisen können Sie bei Bedarf hier einsehen.

Blick von Fanø in Richtung Esbjerg

Eindrücke der Überfahrt nach Fanø

Ohne es zu wissen, haben wir bei der letzten Anreise nach Fanø die Elektro-Fähre erwischt, die ganz ohne Diesel-Abgase auskommt. Die Fähre Grotte Esbjerg ist gut an ihrem grünen Anstrich zu erkennen.

Im Inneren der Autofähre
Im Inneren der Autofähre

Nach dem Rangieren auf die Fähre geht die Fahrt auch sofort los – also keine Zeit verlieren und ab auf das Oberdeck! Während der kurzen Fahrt können Sie den Kontrast zwischen dem Industriehafen von Esbjerg und der nahezu unberührten dar liegenden Insel. Rund um die Insel leben zahlreiche Seehunde und Kegelrobben, die Sie sicherlich von der Fähre aus erblicken werden. Sogar direkt im Hafenbecken von Fanø lassen sich die neugierigen Tiere regelmäßig blicken.

Seehund im Hafenbecken
Seehund im Hafenbecken

Tipp für die Rückreise: Flohmarkt am Museumsplatz

Wenn Sie an einem Samstag zurückreisen, so möchte ich Ihnen noch einen Besuch des Flohmarkts von Fanø an’s Herz legen. Der liebevolle Flohmarkt der Einheimischen findet in den Monaten Juli und August jeden Samstag von 9 bis 13 Uhr statt. Hier können Sie ein paar authentische Andenken an die Insel einsammeln!

Häufige Fragen zur Überfahrt per Fähre nach Fanø

Wie teuer ist die Fähre nach Fanø?

Die Überfahrt mit dem Auto und zwei Personen kostet 249 Kronen, was knapp 33 Euro entspricht. Die Überfahrt für Passagiere ohne Auto kostet 98 Kronen für zwei Personen.

Wie lange dauert die Überfahrt von Esbjerg nach Fanø?

Die Überfahrt von Esbjerg nach Fanø dauert 12 Minuten.

Wann fährt die letzte Fähre von Esbjerg nach Fanø?

Der Fährverkehr findet täglich von 5 Uhr morgens bis Mitternacht statt. Die letzte Fähre legt gegen 00:15 in Esbjerg ab.

Ist Fanø autofrei?

Nein, Fanø ist nicht autofrei. Im Gegenteil: Sogar am Strand dürfen auf Fanø Autos fahren – ausgenommen ist die Südspitze der Insel, die als Vogelschutzgebiet autofrei ist.

Kann man auf der Fähre mit Karte bezahlen?

Ja, sowohl das Ticket für die Fähre nach Fanø als auch an Board der Fähre kann mit EC- oder VISA Karte bezahlt werden.

Inselheld

Inselfan und Autor dieser Fan-Seite zu den Kanarischen Inseln. Jede freie Minute wird der schönsten Nebensache der Welt gewidmet - der Erkundung der Kanaren und dem Schreiben darüber.

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