Watt und Wolken auf Borkum

Willkommen

Willkommen auf den Ostfriesischen Inseln

Ostfriesland – wenn dieser Begriff fällt, denken die meisten Deutschen zuerst an Ostfriesenwitze, verschrobene Teetrinker oder Otto aus Emden, den legendären Unterhalter, der ganze Generationen mit immer neuen Späßen begeistert hat.

Für die Ostfriesischen Inseln ist das ein Glück, denn so hat sich hier eine paradiesische Gegend aus beschaulichen Inseln, herrlicher Natur und malerischer Küste bewahrt.

Perlenkette in der Nordsee

Gleich einer Perlenkette liegen die ostfriesischen Inseln vor der ostfriesischen Festland-Küste. Entstanden sind sie nicht durch Landabbrüche oder Überflutungen des Festlandes, sondern als aufgetürmte und angeschwemmte Sandansammlungen. Sie sind aus dem Meer geboren.

Die Inseln unterscheiden sich: Manche sind lang und schmal, andere haben eine eher gedrungene Form, auf einigen der Inseln sind keine Autos zugelassen. Auf einigen Inseln herrscht reges Treiben, auf anderen gemächliche Ruhe. Der geneigte Besucher erkennt schnell die Unterschiede, die zwischen den Inseln herrschen und findet seinen Favoriten. Gen Süden hingegen – in Richtung Festland – haben alle ostfriesischen Inseln eine herrliche Gemeinsamkeit: Den Nationalpark Ostfriesisches Wattenmeer. Dieses einmalige Naturparadies steht seit 1986 unter Schutz, seit 2009 gilt es als Weltnaturerbe. Der Nationalpark gilt mit seinen naturbelassenen Küstenzonen und Salzwiesen als vogelreichster Lebensraum Europas und erstreckt sich entlang der Nordseeküste über eine Strecke von 400 Kilometern.


Die Ostfriesischen Inseln, das sind

  • Borkum, die Hochsee-Insel fernab der Küste mit ausgezeichnetem Heilklima
  • Juist, die autofreie Insel mit dem schönsten Strand
  • Norderney, die vielseitige Insel mit ihren Prachtbauten und der langen Seebad-Tradition
  • Baltrum, die kleinste und gemütlichste Insel – das „Dornröschen“ unter den ostfriesischen Inseln
  • Langeoog, die Sonneninsel mit Öko-Flair
  • Spiekeroog, die grüne Perle mit alten Inselhäusern
  • Wangerooge, die kleine Insel der Vögel

Zwischen den bewohnten Inseln liegen dazu noch die unbewohnten Vogelinseln Mellum, Mindener Oog, Memmert, Kacheloplate und Lütje Hörn. Sie können per Bootsausflug besucht, aber nur mit Sondergenehmigung betreten werden.

Kennzeichen der Region Ostfriesland

Weiße Strände, endloses Watt, Windmühlen über saftigen Salzwiesen, Reetdachhäuser – das sind die äußerlichen Kennzeichen der Region Ostfriesland. Die Inseln haben nicht viele Einwohner, im Sommer vervielfacht sich die Zahl der Menschen. Doch die Strände sind so ausgedehnt und weitläufig, dass selbst in der Hochsaison ein einsamer Platz immer zu finden ist. Wer auf den Ostfriesischen Inseln sucht, der wird Ruhe finden. Stille und Langsamkeit sind beeindruckende Zeugnisse der hier bewahrten Kultur, in der noch per Pferdegespann transportiert und der Lebensrhythmus durch die Tide bestimmt wird, die eine Versorgung per Fähre nur bei hohem Wasserstand und somit einmal täglich zulässt.

Die Ostfriesischen Inseln sind in die Natur eingebettet. Ihre Bewohner tun ihr möglichstes, um nachhaltig zu wirtschaften und die Einheit mit der natürlichen Umgebung zu bewahren – auch das macht die Inseln liebenswert, authentisch und sympathisch.

Gleichsam haben die Inseln mit den gleichen Problemen zu kämpfen, die auch andere Urlaubsregionen heimsuchen: Steigende Grundstückspreise lassen immer mehr Flächen in Investorenhände übergehen, Insulaner werden durch schicke Feriensiedlungen und Hotels verdrängt. Eine Entvölkerung der Inseln wäre tragisch, aber noch besteht Hoffnung für die Kultur der Inseln.


Die Menschen der ostfriesischen Inseln

Der gemächliche Rhythmus auf den Inseln formt einen besonderen Menschenschlag. Gequatsche kennt er nicht, auch keine falsche Freundlichkeit. Der Soziologe würde es „nonverbale Kommunikation“ taufen, was sich zwischen den Inselbewohnern zumeist zuträgt. Da reicht schon eine kleine Zuckung der Augenbraue um eine ganze Geschichte zu erzählen. Der Ostfriese liebt seine Freiheit. Zwang honoriert er mit trotzigem Widerstand – das mussten auch die Missionare erfahren, die über viele Jahrhunderte vergeblich suchten, den Ostfriesen die Vorteile der christlichen Gebote und Zwänge anzudienen.